Hümpfner: „Angela Merkel hat ihren Zenit überschritten“

Ortsverein


Unser Nachtwächter bei seiner lezten Begrüßung in Prichsenstadt..

Der Zug rollt und unser Zugführer Martin Schulz wird der nächste Bundeskanzler sein.“ Davon ist Markus Hümpfer, Bundestagskandidat der SPD im Unterbezirk Schweinfurt-Kitzingen, felsenfest überzeugt.

Die Kanzlerin Angela Merkel gehöre abgelöst, befand Hümpfer beim politischen Aschermittwoch der Landkreis-SPD in der TSV-Halle in Prichsenstadt.

Vor gut 120 Zuhörern ließ Hümpfer kein gutes Haar an den politischen Gegnern und spann den Bogen aus der Welt- in die Kommunalpolitik.

Das Recht des Stärkeren

Der amerikanische Präsident Donald Trump wolle wohl das „Recht des Stärkeren“ wieder einführen, so Hümpfer, und der türkische Präsident Erdogan („Sultan vom Bosporus“) eine Diktatur, was er auch von Marie le Pen (Frankreich) und Geert Wilders (Niederlande) erwarte. „Da ziehen dunkle Wolken am Himmel auf, wir Sozialdemokraten sorgen für Lichtblicke“. Martin Schulz sei ein „herausragender Kandidat mit Herz und Verstand, der die Menschen begeistert“.

Lügengeschichten und Rosa Luxemburg

Die AfD verbreite das, was man von ihr erwarte, nämlich Lügengeschichten, und die Kanzlerin sei umstritten wie nie zuvor. „Sie hat ihren Zenit überschritten.“ Von der FDP sei außer Christian Lindner und dem „Käpt'n Blaubär von der Ostseeküste“ (Wolfgang Kubicki) nichts mehr zu sehen. Und bei der Linkspartei („Sarah Wagenknecht, die Rosa Luxemburg der Generation Facebook“) tue sich nicht viel als bei der rechtspopulistischen AfD. Schulz, so sein Credo, würde überall für Gerechtigkeit sorgen, zu der laut Hümpfer auch gehöre: kostenfreie Bildung von der Kita bis zum Studium, bezahl- und verfügbarer Wohnraum sowie die „Merkel-Raute“ endlich in die Rente zu schicken.

„Wir haben die CSU deutlich geschlagen“

Der Hauptredner des Abends, der Landtagsabgeordnete Volkmar Halbleib, schoss sich auf die CSU ein. Sie habe beim politischen Aschermittwoch in Passau 4100 Besucher gehabt, die SPD in Vilshofen 5000, „damit haben wir die CSU deutlich geschlagen“. CSU und CDU befänden sich in einer „zerrütteten Zwangsehe“.

Martin Schulz verfüge über Leidenschaft, Dynamik und Begeisterungsfähigkeit, um die Menschen anzusprechen. „Da nutzt auch das ständige Trommelfeuer der CSU nichts“, sagte Halbleib. Mit Blick auf die Landtagswahl in Bayern 2018 äußerte er den Anspruch des „Mit-Regierens“.

Denn die CSU bediene sich ohnehin an den Vorschlägen der SPD. Stichwort: Ganztagsschule, einstmals als „Teufelszeug“ verschrien, gehe es jetzt vorwärts. Oder das flächendeckende schnelle Internet, das, so ein ehemaliger CSU-Politiker, „vom Markt geregelt würde“. Jetzt gebe es staatliche Fördermittel. „Wir können in Bayern auch Regierung“, so die Überzeugung Halbleibs, dessen Ansprache wie auch die von Hümpfer immer wieder von Beifall begleitet war.

Applaus für „Café Sehnsucht“

Den heimste auch das Duo „Café Sehnsucht“ aus Gerolzhofen ein. Eine Stunde lang durften sich die Zuhörer bei Gesang von Silvia Kirchhof und Keyboardbegleitung von Achim Hofmann entspannen. Und so ganz nebenbei gab es auch da den einen oder anderen Hieb in Richtung der Politik.

Der 14. politische Aschermittwoch war der letzte der SPD in Prichsenstadt. Im Sommer wird sich entscheiden, in welchem Ort im Kreis Kitzingen der 15. politische Aschermittwoch stattfinden wird.

 
 

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