KERN SPRICHT KLARTEXT

Ortsverein

Endlich hat es ein Gespräch mit allen Beteiligten zum Thema „Schlacke Ablagerung“ in unserem Gewerbegebiet gegeben und es war richtig, allen die Möglichkeit zum uneingeschränkten Reden zu geben. Ob allerdings alle Bedenken ausgeräumt wurden mag ich zu bezweifeln. Zu unterschiedlich sind die Beweggründe des einzelnen Betrachters zu diesem Thema. Am Ende muss einmal mehr jeder für sich seine eigene Schlussfolgerung aus der Veranstaltung ziehen. Es mag daher ein schwacher Trost sein, dass wir auf jeden Fall die am besten beobachtete und überprüfte Fläche mit einer Schlacke Ablagerung, unser Eigen nennen dürfen.

Eines hat der gestrige Abend allerdings für mich gezeigt, es wird höchste Zeit für einen Bürgermeisterwechsel.
Mit der Art und Weise, wie ein gewählter Amtsinhaber mit den Anliegen und Ängsten einzelner Bürgerinnen und Bürger umgeht, ist an Arroganz nicht mehr zu übertreffen.
Erst in der letzten Stadtratssitzung, bei der Hr. Bgm. Falkenstein nach langer krankheitsbedingter Auszeit wieder die Sitzung leitete, musste ich ihn auffordern die Bedenken einzelner Anlieger zum Kanalausbau ernst zu nehmen und diese nicht immer auf die gleiche herablassende Art und Weise zu kommentieren.
Wie soll man denn ein Problem lösen wenn der trennende Graben immer tiefer wird, weil kein gegenseitiger Respekt mehr vorhanden ist. Diese Vorgehensweise zieht sich aus meiner Sicht, wie ein roter Faden durch die letzten Jahre bei uns im Stadtrat. Wir, die Stadträte, sitzen immer in den Gräben zwischen den Fronten, wenn die privaten Kriege zwischen bestimmten Bürgern und Hr. Bgm. Falkenstein ausgetragen werden. Denn soweit ist doch mittlerweile bei uns gekommen, egal um welches Thema es sich handelt. Die Gegner haben sich formiert, und es geht doch schon gar nicht mehr um die Sache, sondern nur noch darum, den „Anderen“ klein zu bekommen.
Hoffentlich kann die kommende Wahl eines bewirken, das wir wieder miteinander reden und respektvoll miteinander umgehen, damit der einzige Graben bei uns in Prichsenstadt der Stadtgraben bleibt.

Ihr, Hans-Dieter Kern

 
 

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