WASSERWIRTSCHAFTSAMT WAR VON ANFANG AN DABEI

Ortsverein


Umweltskandal im Gewerbegebiet Ost?

Das Wasserwirtschaftsamt Aschaffenburg hat von Anfang an die Verwertung von großen Mengen an HMV-Schlacke in unserem Gewerbegebiet durch ihre eigene, technische Gewässeraufsicht begleitet und überwacht.

Aus einem Schreiben vom WWA Aschaffenburg mit Datum 05.11.2013, das an das LA Kitzingen und an die Stadt Prichsenstadt gesendet wurde, geht eindeutig hervor, dass das WWA Aschaffenburg im Zuge der Überwachung der Schlackeaufbringung bereits am 18.07.2013 auffällige Sickerwasseraustritte festgestellt wurden. Daraufhin wurde am 30.07.2013 zusammen mit der PI Würzburg-Stadt eine Ortsansicht mit Probennahme durchgeführt. Mit dem Hinweis auf die Ergebnisse dieser und späterer Untersuchungen, geht das WWA Aschaffenburg vom Tatbestand einer Gewässerverunreinigung aus.

Dank der Zivilcourage von Hr. Schultes hat der Stadtrat im öffentlichen Teil der Stadtratssitzung vom 26.09.13 erstmals Kenntnis von den Missständen auf einem Grundstück unseres Gewerbegebietes Ost in Prichsenstadt erhalten.
In der Niederschrift zu dieser Sitzung wurde unter b) Ablagerungen im Gewerbegebiet Ost, folgendes festgehalten: Herr Thomas Schultes berichtet über die Situation im Gewerbegebiet Ost bezüglich des Abstellens von Altfahrzeugen und Containern auf öffentlichem Verkehrsgrund und den Grundstücken der Stadt Prichsenstadt, sowie mögliche unerlaubte Ablagerungen von Schlacke und Abfallstoffen.
Der Sitzungsleiter (Bgm. Falkenstein) nimmt zu den verschiedenen Fragen kurz Stellung und wird die entsprechenden Fachbehörden zur Prüfung auffordern. Die Stadt wird, soweit bereits nicht geschehen, Notwendiges veranlassen um Schaden von der Stadt abzuhalten.
In der Stadtratssitzung am 17.10.13 nimmt Hr. Bgm. Falkenstein Stellung zur Frage von Hr. Werner Reuss, ob die von Hr. Schultes in der Sitzung vom 26.09.2013 gestellten Fragen zur Bebauung der Firma LLW im Gewerbegebiet Ost beantwortet wurden, laut Niederschrift folgendermaßen Stellung: „Der Sitzungsleiter erläutert, dass der einzelne Bürger keinen Anspruch auf Auskunft zu allen Fragen hat und dass die Fragen derzeit von der Stadt und den Fachbehörden, soweit erforderlich, geklärt werden.“
In der Stadtratssitzung am 07.11.13 fordert Hr. Schultes die Verwaltung auf, ihm das Aktenzeichen, unter welchem der Schriftverkehr mit dem Landratsamt Kitzingen und dem Wasserwirtschaftsamt zur Anzeige der Grundwasserverschmutzung im Gewerbegebiet Ost geführt wurde zu nennen. Der Sitzungsleiter (2. Bgm. Saugel) teilt hierzu Hr. Schultes mit, dass erforderliche Maßnahmen seitens der Verwaltung veranlasst wurden und sieht keine Notwendigkeit zur Mitteilung des Aktenkennzeichens.
In der Stadtratssitzung am 28.11.13 weist Hr. Thomas Schulte auf eine vom Grundstück, zur Schirmeiche 7, ausgehende mögliche Grundwasserverschmutzung hin. Er informiert, dass Blei das Grundwasser von Prichsenstadt gefährden und Brunnen der Umgebung verschmutzen könnte. Er stellt eine Reihe von detaillierten Fragen hierzu und fordert den Sitzungsleiter auf, diese zu beantworten. Dieser stellt fest, dass entsprechende Ermittlungen hierzu von den Fachbehörden und den Strafverfolgungsbehörden getätigt werden. Des Weiteren fordert er Hr. Schultes auf, seine Fragen schriftlich vorzulegen, damit diese gegebenenfalls von der Verwaltung beantwortet werden können.

Wie diese Aufzeichnungen zeigen, waren die verantwortlichen Behörden, ihren eigenen Angaben zu Folge, immer über den Zustand des betreffenden Grundstückes informiert.
Jetzt sind eben diese Behörden aber auch in der Pflicht, umgehend für die Beseitigung dieses Umweltfrevels zu sorgen.

Öffentlicher Druck wird diesen Vorgang sicherlich beschleunigen…

 
 

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